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Zwei Bilder in Einem: Der Antrieb eines Sonnenschutzes und das Gebäude Dom-Aquarée in Berlin-Mitte

Automatisierter Sonnenschutz 
für das Dom-Aquarée

Becker bewegt Großes in Berlin-Mitte

Mitten in Berlin, nahe der Museumsinsel zwischen Dom und Alexanderplatz, steht unübersehbar das DomAquarée. Auf mehr als 71.000 Quadratmetern ist hier 2004 ein gefragtes Metropolenquartier entstanden – mit einer lebendigen Mischung aus städtischem Leben und Arbeiten. Neben Wohnungen, Hotelzimmern und Büros laden in den überdachten Gassen und auf den Plätzen des großzügigen Gebäudekomplexes verschiedenste Läden und Restaurants zum Shoppen, Schlemmen und Pausieren ein. Sogar das weltweit größte freistehende Aquarium lässt sich hier bestaunen und die rund eine Million Liter Salzwasser mit einem gläsernen Fahrstuhl durchfahren.

Von außen betrachtet sticht jedoch eher die auffällige Dachkonstruktion des DomAquarées ins Auge: Über die beiden dem Alexanderplatz zugewandten der insgesamt vier Gebäudeteile des Ensembles spannt sich jeweils ein verglastes Staffelgeschoss, das sich über zwei Etagen erstreckt und die fünfstöckige Fassade aus spanischem Kalksandstein abschließt. Die 7,60 Meter hohen Glasflächen sind dabei leicht nach hinten geneigt und gehen im oberen Bereich in eine Wölbung über. Im Kontrast zur scharfen Kante des restlichen Gebäudes sorgen beim Staffelgeschoss außerdem gebogene Ecken für einen prägenden Stilakzent. Was architektonisch die gewünschte Transparenz und Leichtigkeit bringt, stellte den Sonnenschutz in den betreffenden Räumen vor verschiedene Herausforderungen. Die ursprünglich verbaute Lösung – zwischen den Scheiben liegende Innenjalousien – bekam die Kühlung der sich schnell aufheizenden Räume nicht in den Griff.

Exakt auf Position

2011 mussten daher die Staffelgeschosse in mehreren Bauabschnitten umfassend saniert werden: Neben wärmereflektierendem Hochleistungsglas sorgen seitdem aluminiumbedampfte Screen-Behänge im Jumbo-Format der www.Sonnenschutz.com GmbH für angenehme Temperaturen und den blendfreien Blick nach draußen. Die anspruchsvolle Aufgabe der Motorisierung des großdimensionalen Sonnenschutzes setzte die hessische Becker-Antriebe GmbH um, Spezialist für Antriebe und Steuerungen für Rollläden und Sonnenschutz.

„Da sich in dem Staffelgeschoss 50 Prozent der Fläche in einem Raum befinden, kam es entscheidend darauf an, die einzelnen Sonnenschutz-Bahnen auch zeitgleich fahren und präzise positionieren zu können“, so Harald Heck, Bauleiter bei sonnenschutz.com. „Die obere sowie untere Endlage musste genauso sauber einstellbar sein wie eine mittige Zwischenposition. Die Antriebe von Becker haben das auch langfristig gut im Griff und bringen so in unserem Fall bis zu 20 Bahnen exakt auf Linie.“ Zum Einsatz kamen Rohrantriebe mit mechanischer Endabschaltung, die durch ein einfaches Stecksystem schnell zu installieren und problemlos auch in kleine Kassettengrößen integrierbar sind. 

Gesteuert werden sie zentral über das BUS-System des DomAquarées. Zwar stattet Becker auch größere Gebäude mit eigenen Automatisierungslösungen aus – sind jedoch wie im Fall des DomAquarées bereits andere Systeme vorhanden, lassen sich die SMI-Antriebe von Becker über den KNX-Funkstandard problemlos auch mit diesen vernetzen. So können individuelle Szenarien programmiert und automatisch ausgeführt werden, z.B. das selbstständige Ausfahren der Rolllos ab einer bestimmten Sonneneinstrahlung.

Durchdacht auch im Detail

Damit die Behänge trotz der spezifischen Neigung und Wölbung des Glases stets parallel zur Fensterfläche verlaufen, ist das motorisierte Rollo-System zusätzlich mit gegenläufigen Zugseilen aus Stahl verspannt. Federmechanismus und Seiltrommel gewähren während des Fahrwegs eine Zugspannung von bis zu 10 Kilogramm. Innerhalb von nur 69 Sekunden sind so die 7,60 Meter langen Jumbo-Rollos komfortabel auszufahren, die 3,30 Meter langen Screen-Behänge sogar in 38 Sekunden. Obwohl bewusst ein innenliegender Sonnenschutz gewählt wurde, um die Architektur des DomAquarées nicht negativ zu beeinflussen, sollte die dafür nötige Technik auch hier möglichst in den Hintergrund treten. Deshalb passen sich die dünnen Schnüre der Seilanlage der Glaskonstruktion an, indem sie nahezu unsichtbar vor den Stahlelementen verlaufen, in die die einzelnen Scheiben eingefasst sind. Die in den gebogenen Ecken der Räume erforderlichen trapezförmigen Behänge bedingten aufgrund ihrer Asymmetrie freiliegende Wellen. Auch diese verschwinden optisch ansprechend hinter eigens angebrachten Verkleidungen.

Über die Funktionalität und Optik hinaus war zudem der Schallschutz zu berücksichtigen. „Wenn so viele Bahnen gleichzeitig bewegt werden, muss die Übertragung mechanischer Geräusche auf ein Minimum reduziert werden. Auch das war ein Argument für die Becker- Antriebe, da ihre geräuscharmen Motoren bei den Fahrgeräuschen nicht zusätzlich hörbar sind“, erläutert Heck und freut sich mit Thorsten Skulski, Außendienstmitarbeiter bei Becker, über die gelungene Zusammenarbeit. „Normalerweise werben wir von sonnenschutz.com ja mit dem Spruch: Je komplizierter, desto besser... Geht es aber um unsere Partner, schätzen wir es einfach und zuverlässig.“ Glück für Becker. Und Glück für das DomAquarée.